George John Tenet


· geboren am 5.Januar 1953
· Sohn griechischer Immigranten aus der Arbeiterschicht
· Er ist aufgewachsen im New Yorker Stadtteil Queens und besuchte dort öffentliche Schulen.
Außerdem arbeitete er nebenbei im Schnellrestaurant der Familie
· Bachelor-Abschluss der School of Foreign Service der Georgetown Universität und
einen Master der School of International Affairs der Columbia Universität
· Verheiratet mit A.Stephanie Glakas-Tenet, Sohn John Michael


George Tenet war vom 11. Juli 1997 bis zum 11Juli 2004 Direktor des amerikanischen Geheimdienstes. Im Juni 1995 wurde Tenet stellvertretender Direktor der CIA und wurde durch den Senat der Vereinigten Staaten im Juli 1997 zum Direktor des CIA ernannt. Obwohl der Direktor der CIA bei Regierungswechsel normalerweise ersetzt wird, arbeitete Tenet jedoch auch am Ende der Regierung Clinton unter George W. Bush. Am 3. Juni gab er seinen Rücktritt aus "persönlichen Gründen" bekannt. Von diesem Zeitpunkt an übernahm McLaughlin dieses Amt.

1998 kam es in Wye River zu Friedensgesprächen zum "Nahen Osten". Tenet drohte mit seinem Rücktritt, wenn Clinten den überführten israelischen Spion Jonathan Pollard amnestieren würde. Es wird angenommen, dass Tenet auch während der Regierungszeit der Republikaner im Amt blieb, weil er seine Unabhängigkeit stets behalten hat. Lange vor dem 11. September warnte er vor Terroranschlägen und insbesondere vor der Gruppe Al-Qaida. Auch eine mögliche atomare Bedrohung von Nordkorea und Iran thematisierte er.
WIKIPEDIA



George Tenet als Sündenbock?
In Washington wird über die Gründe für den Rücktritt des CIA-Chefs gerätselt. Mögliche berufliche Gründe für Geheimdienstchef George Tenets Rücktritt fehlen nicht: Terrorfahndung, Irak, Afghanistan. THOMAS SPANG, WASHINGTON

Ein Vorgänger Tenets an der Spitze des Geheimdiensts, Admiral Stansfield Turner, sagte, er erkenne im Abgang Tenets den Versuch der Regierung, für das Versagen in Irak und die Fehleinschätzung seiner Bestände an Massenvernichtungswaffen «einen Sündenbock zu haben». Im Umfeld Tenets hieß es, der Geheimdienstchef habe den Eindruck gewonnen, nicht mehr effektiv wirken zu können.

Tenet sieht sich im Wesentlichen vier Vorwürfen ausgesetzt:

1. Das Versagen des CIA, vor dem 11. September 2001 die vorliegenden Informationen richtig zu analysieren und die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei FBI zu suchen, womit vielleicht die Terroranschläge auf New York und Washington hätten verhindert werden können. Es wird erwartet, dass die Untersuchungskommission im US-Kongress zum 11. 9. in ihrem Schlussbericht gravierende Veränderungen in der Struktur der amerikanischen Geheimdienste vorschlagen wird.

2. Die Pleite um die Massenvernichtungswaffen im Irak. Tenet versicherte dem Präsidenten vor der Präsentation der Indizien im Uno- Sicherheitsrat, der Fall werde ein «Slam Dunk» (Volltreffer) sein. Tenet hat die entsprechende Darstellung im neuen Buch des Enthüllungsjournalisten Bob Woodward nicht bestritten. Im Sicherheitsrat saß der CIA-Direktor unmittelbar hinter Aussenminister Powell, der die Indizien-Kette vorstellte.

3. Die Flucht Osama bin Ladens und Taliban-Chef Mullah Omars, die sich dem Zugriff der Amerikaner in Afghanistan wiederholt entziehen konnten.

4. Das zerrüttete Verhältnis zum Pentagon, wo ein eigener Geheimdienststab unter Steve Cambone eingerichtet wurde, der zuletzt wegen der Misshandlungen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib und zuvor wegen der Unterstützung für den zwielichtigen Politiker Ahmed Jalabi ins Gerede gekommen ist.

Der Vorsitzende im Geheimdienst- Ausschuss des US-Senats, der Republikaner Pat Roberts, verlangte nach dem Rücktritt Tenets, «einen ehrlichen Blick darauf zu werfen, was in den vergangenen zehn Jahren alles passiert ist».


Quelle:

http://www.wikipedia.org
http://www.washingtonpost.com
http://www.encarta.com



MIRA BRÜGGEMANN 10B