Ayatollah Sistani

Ali Husseini Al Sistani ist der höchste Würdenträger

der etwa 15 Millionen irakischen Schiiten,

die fast 60 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.

Damit wird er zu einer der mächtigsten Personen im Irak.

Ohne seine Zustimmung sind alle noch
so ehrenwerten Zukunftspläne wertlos.

Großayatollah Sistani ist am 4.8.1930 in Maschhad, einer Stadt im Nordosten des Irak geboren.
Er ist nach seinem Großvater, Seyyid Ali Sistani, Ali genannt.
Sein Vater ist Seyyid Baqir Sistani

Bereits im Alter von 5 Jahren besuchte er den Koranunterricht
Danach begann er seine schulische Ausbildung.

Im Jahre 1941 ( mit 11 Jahren ) startete er mit seiner theologischen Ausbildung und mit dem Studium der Geisteswissenschaften.
Im Jahre 1949 siedelte er nach Qom über, dort besuchte er den Unterricht von Groayatollah Burudscherdi .
Erst im Jahre 1991 schloss er sein Studium entgültig ab, nachdem er seine 3. Unterrichtsreihe im freien Unterricht des islamischen Rechts beendet hatte.

(Diese Informationen sind seiner eigenen Biographie entnommen)


Die Homepage des "Spiegel" betont, dass er "laut seiner Biographie seit fast 70 Jahren die islamische Lehre studiert hat, und den höchsten Grad schiitischer Autorität erlangt hat : Mardscha Al Taklid, Quelle der Nachahmung."

Das bedeutet, seine Lehrmeinungen bedürfen keiner Überprüfung und werden ohne weitere Hinterfragung anerkannt .
Vor allem entscheidend ist, dass der Großayatollah sich weder von den Amerikanern, noch von den irakischen Politikern vereinnahmen lässt.Er ist unnahbar für beide Seiten. Durch seinen Friedensmarsch nach Nadschaf ist sein Ansehen im Irak noch weiter gestiegen.

Sistani drängt den fanatischen Ausreißer El Sadr zurück in die zweite Reihe und zeigt zugleich der amtierenden Regierung, wie dünn und löchrig ihre Machtdecke ist.
Es ehrt ihn, wenn er sagt,
dass "sein Glauben keine Schlächtermiliz braucht,
dass die Unruhestifter die Fanatiker im Verbund mit Berufsterroristen sind".

Sistani hat vielleicht im Moment die größte Macht im Irak und wirkt sicher ausgleichend.
Der momentanen Übergangsregierung gegenüber bleibt er aber skeptisch und abwartend.

Quellen:
Sistanis eigene Biographie
www.Spiegel.de
Autor: Lukas Goebel