Morsen

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Was ist Morsen?

Als Morsen bezeichnet man eine Art Telegrafie, die man früher für wichtige Informationen benutzt hat. Für dieses Telegrafieren gab es extra einen Code, den Morsecode/Morsealphabet. Dieser Code bestand aus langen (-) und kurzen (.) Stromimpulsen. Die Anzahl von Punkten und Strichen variierte zwischen eins und sechs, je nach Häufigkeit der Zeichen, mit der die dargestellten Zeichen in der englischen Sprache vorkommen. Erfunden wurde es von Samuel Morse.
Die erste Telegraphieline wurde 1843 zwischen Washington und Baltimore
(ca. 64 km) erbaut. Ein Jahr später gab es 1500 km Telegraphieleitungen.

1853 setzt sich das Morsen in ganz Europa durch. Es wurde von einer deutsch-österreichischen Gemeinschaft weiter ausgebildet und angepriesen. S.F.B. Morse hat aber an diesem Projekt nicht mitgearbeitet.

Das Morsealphabet wurde fast völlig vom Fünferalphabet verdrängt. Das Fünferalphabet wurde vom englischen Physiker David E. Hughes (1831- 1900) erfunden.
Der Franzose Jean Maurice Emile Baudot (1845- 1903) verbesserte das Fünferalphabet , das seitdem allen Telegraphiesystemen zugrunde liegt. Die 30 erforderlichen Zeichen werden durch gleich langen Stromimpulsen unterschiedlicher Richtung codiert.

Das Morsealphabet wird aber auch noch heute in der Seefunktelegrahhie, in der Militärtelegraphie und im Amateurfunk angewendet, da es eine sehr einfache Telegraphietechnik ist.

Der Morseapparat:

Der Morseapparat ist für das Senden und Empfangen des Morsealphabetes über eine Doppelleitung zuständig. Zum Senden diente die handbetätigte Morsetaste. Sie schaltete eine Stromquelle im Rythmus der Zeichen an die Leitung und erzeugte so die abgehenden Stromstöße. Der Empfänger war ein elektronisch betätigter Schreibstift, der die ankommenden Stromstöße auf ein sich bewegendes Papier zeichnete.

Weitere Informationen, finden sie bei folgenden Internetadressen:
www.qsl.net/dk5ke/allerlei.html
www.blauring.ch/service/technik/42.htm

(Vanessa Schimanski)