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Johannes Gutenberg

Sein eigentlicher Name war Gensfleisch zur Laden, er wurde jedoch Johannes Gutenberg genannt. Sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Man weiß nur, dass er zwischen 1397 und 1400 geboren wurde und im Jahre 1468 starb. Gutenberg erfand um 1450 den Buchdruck mit gegossenen, beweglichen Buchstaben. Seine Druckwerkstatt befand sich in Mainz, wo er auch seine berühmtesten Druck anfertigte, nämlich die lateinische Bibel, die auch Gutenberg-Bibel genannt wird. Diese stellte er 1456 fertig. Von diesem Druck sind heute noch 47 Exemplare erhalten. 1458 war Gutenberg zahlungsunfähig (Straßburger Zinsschulden). Durch die Hilfe von Konrad Humery (gestorben 1470) errichtete er um 1459 eine Druckerei, in der er das "Mainzer Catholicon" (Bibelexegese) herstellte. Das Mainzer Catholicon ist 1460 in Mainz zum erstenmal gedruckt worden. Es wurde von dem Dominikaner Johannes Balbus als lateinisches Lexikon verfasst. Balbus starb im Jahr 1298. Für den Druck des Mainzer Catholicon ist Gutenberg verantwortlich. Es sind noch 70 Exemplare des Lexikons erhalten, die aber aus drei verschiedenen Auflagen bestehen (1460, 1469 und 1472). Konrad Humery war Stadtkanzler von Mainz. Humery starb 1470. Er war der Geldgeber von Gutenberg. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er die letzte Druckerwerkstatt von Gutenberg finanziert hat. Aus Gutenbergs Nachlaß bekam Konrad Humery "etliche formen, buchstaben, instrumente" und sonstige Druckgeräte.

Um sich ein Bild von Gutenberg verschaffen zu können, ist es hilfreich zu wissen, was zu dieser Zeit noch so passiert ist: Ein Jahr, nachdem Gutenberg starb, wurden Erasmus von Rotterdam und Machiavelli geboren, drei Jahre später überquerten die Portugiesen den Äquator. 1400 stirbt Geoffrey Chaucer (Dichter der Canterbury Tales), 1402 wird Jan Hus Rektor der Prager Universität und 1437 stirbt der letzte Luxemburgische Kaiser Sigismund.

Veränderung der Gesellschaft

Durch die Erfindung des Buchdrucks begann eine Veränderung der Gesellschaft. Die Bildung der Gesamtbevölkerung stieg rapide an. Von nun an konnten nicht nur die Adligen und Reichen Bücher oder Texte lesen, sondern auch die "einfache" Gesellschaftsschicht, weil die neue Drucktechnik viel billiger war und es ging schneller, mehr Texte herzustellen. So konnten auch ärmere Bürger zum Beispiel die Bibel lesen und mussten der Kirche nicht mehr blind vertrauen. Man kann sagen, dass die neue Drucktechnik Gutenbergs der Beginn der Neuzeit war.
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Seine Erfindung

Schon vor Gutenberg wurde per Holzdruck gedruckt. Dieses Verfahren war jedoch sehr aufwendig und dauerte sehr lange. Der Bann wurde dann von Gutenberg gebrochen. Er zerlegte den Text sozusagen. Gutenberg goß seitenvehrkehrte Buchstaben, die dann zu Wörtern zusammengesetzt wurden. Aus diesen Wörtern wurden dann Sätze und Seiten, die später ein ganzes Buch ergaben. Die ursprüngliche Form von jedem Buchstaben war ein Stempel. Auf der Vorderseite einer Eisenplatte wurde der Buchstabe seitenverkehrt eingeritzt. Das Gußmetall war eine Legierung aus Blei und Zinn. Die zusammengesetzten Eisenplatten wurden mit einer Feile bearbeitet, um eine einheitliche Tiefe zu erreichen. Um die Buchstaben zu gießen, hatte Gutenberg ein Handgießinstrument entwickelt. Durch diese Erfindung wurde das Drucken genauer, feiner und schneller.
Frühere Druckverfahren:
Wirklich wurde die Druckkunst schon Jahrhunderte vor Gutenbergs Geburt von den Chinesen erfunden. Sie kannten bewegliche Buchstaben, Schrift- zeichen auf Bronze, Knochen und Keramik seit dem 5. Jahrh.v.Chr. Immer mehr Texte konnten hergestellt werden, als die Chinesen vor 2200 das Papier erfanden. Im 2. Jahrh. nach Chr. wurde die chin. Literatur in Steinplatten geritzt. Man drückte Papier auf Steinplatten und bürstete mit Tusche darüber, um dann weiße Schriftzeichen zu erhalten. Diese Methode wurde zur Vervielfältigung der Texte benutzt. Im 7. Jahrh. wurden Schriftzeichen seitenverkehrt in Holz geschnitten. Dieses Verfahren war sehr hilfreich und viel genauer. So konnten Bücher und Kalender gedruckt werden. Das Drucken auf Holzplatten war zwar sehr platzaufwendig, aber die komplizieten chinesischen Schriftzeichen verhinderten eine schnelle Textherstellung mit beweglichen Buchstaben.
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Die Gutenberg-Bibel

Gutenbergs bekanntestes Werk ist die Gutenberg-Bibel. Diese Bibel wird auch die 42-zeilige Bibel (60 KB) genannt. Das Werk besteht aus 2 Bänden mit insgesamt 1282 Seiten. Die Bibel entstand mit Hilfe von 20 Mitarbeitern. Für sein Werk benötigte Gutenberg 290 verschiedene, gegossene Figuren. Es wird vermutet, dass von den 180 Exemplaren etwa 150 auf Papier gedruckt worden sind und der Rest, 30 Exemplare, auf wertvollem Pergament gedruckt wurden. Heute weiss man noch von 48 Exemplaren. Zwei davon sind im Besitz des Gutenberg-Museums. Auch heute noch zählt dieses Buch als eines der schönsten der Welt. Durch die Entwicklung, die Gutenberg entdeckte, veränderte sich die Schriftwelt sehr stark. Wissenschaftliche Erkentnisse wurden schneller verbreitet und somit stieg die Anzahl der gebildeten Menschen an.

Die folgenden Orte besitzen Exemplare der Gutenberg-Bibel:
Aschaffenburg- 2 Bände
Berlin- 2 Bände
Frankfurt- 2 Bände
Fulda- 1 Band
Göttingen- 2 Bände
Kassel- 1 Band
Leipzig- 4 Bände
Mainz- 3 Bände
München- 2 Bände
Rendsburg- 1 Band
Schweinfurt- 2 Bände
Stuttgart- 2 Bände
Trier- 1 Band
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Fust/Schöffer

Johann Fust wurde um 1400 in Mainz geboren und starb am 30.10.1466 in Paris. Er war ein Gläubiger von Gutenberg und strebte 1455 gegen Gutenberg einen Prozess an. Peter Schöffer wurde um 1430 in Gernsheim geboren. Sein genaues Todesdatum ist nicht bekannt. Man weiß nur, dass er 1502/1503 in Mainz gestorben ist. Er war Druckgeselle bei Gutenberg. Ab 1455/1456 arbeitete Schöffer mit Gutenbergs Gerichtsgegner Fust zusammen.
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Das Gutenberg Museum

Das Gutenberg Museum ist weltweit bekannt als Spezial-Museum für Schrift und Druckkunst. Es wurde im Jahre 1900 zur Erinnerung in Mainz gegründet. Im Museum kann man Druckverfahren sowie Arbeitsmaterial und eine alte Druckerstube besichtigen. Es wird gezeigt, wie Gutenberg damals gedruckt hat. Das Museum ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Wochenendurlauber.Da das Museum weiter ausgebaut und saniert wurde, konnte es 1999 nicht besichtigt werden. Am 15.4.2000 wird es aber wieder für Besucher offen stehen.
Die Adresse des Gutenberg Museums lautet:
Gutenberg Museum
Liebfrauenplatz
55116 Mainz
E-mail: gutenberg-museum@stadt.mainz.de
Telefon:(06131)122640

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Das Gutenberg-Jahr

Gutenberg ging bankrott, wurde verfolgt und sogar aus der Stadt vertrieben, obwohl er mit den beweglichen Buchstaben den Hauptbestandteil der hochmodernen Medienkommunikation entdeckte. Er wurde von amerikanischen Journalisten als "Mann des Jahrtausends" ausgezeichnet. Zur Erinnerung an Gutenberg, der im Jahr 2000 seinen 600 Geburtstag feiert, finden viele Aktionen unter seinem Namen statt.

Tipps und Termine im Gutenberg-Jahr

3.Feb.2000: Gutenberg-Festschrift 2000
16.April 2000: Wiedereröffnung des Gutenberg-Museums
14.Mai 2000: Gutenberg-Marathon in Mainz
24.Juni 2000: Vergabe des Gutenberg-Preises

Der Gutenberg-Marathon findet zu Ehren Gutenbergs statt. Das ist gerade in diesem Jahr sehr passend, da dieses Jahr das Gutenberg Jubiläum gefeiert wird. Sportler aus aller Welt nehmen dort teil. Prominente Gäste, wie z.B. der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz Kurt Beck und der ZDF Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann könnten Ihnen schon am 14.Mai nach der 41,195 km langen Strecke, auf der auch für eine kleine Stärkung gesorgt ist, die Hand schütteln und einen der Ehrenpreise zum Andenken an Gutenberg übergeben. Am Rande des Laufes wird eine Pasta-Party und eine Marathon-Messe sowie eine Austellung für Sportbekleidung stattfinden.

Interessante Internetadressen:
www.gutenberg.de : Diese Internetseite ist sehr umfangreich und beinhaltet viele Bilder. Durch die vielen Links ist die Internetseite sehr übersichtlich gestaltet und gut geordnet. Themen: z.B. Gutenberg und seine Zeit, die Gutenberg Bibel, die Erfindung Gutenbergs und vieles mehr!!
www.mainz.de : Auf dieser Internetseite erhält man Informationen über Mainz und kommt mit einem Link zu einer Seite über das Gutenberg Museum, von der man wiederum durch einen Link zu www.gutenberg.de gelangen kann.
www.uni-mainz.de : Auch diese Seite führt mit einigen Links zu Gutenberg. Dort kann man sich auf Englisch über die "Gutenberg Anniversary SHARP Conference 2000" informieren. Die e-mail Adresse lautet: sharp@uni-mainz.de
Viel Spaß!!!!

Autorin: Lisa Brüggemann

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