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Vom Buchdruck ...

1.0.Wie kam der Holztafeldruck nach Europa?
Der Beginn des Buchdrucks ist in China zu suchen, wo bereits vor etwa 2000 Jahren das Papier und vor mehr als 1200 Jahren die Technik des Tafel- oder Blockdrucks bekannt war. Im alten Ägypten und in Rom wurden eingefärbte Stein-und Metallstempel mit figürlichen Darstellungen, Buchstaben oder ganzen Wörtern verwendet.Über die Araber gelangte diese Technik des Holztafeldrucks nach Westeuropa. Sie wurde aber kurze Zeit später durch den Buchdruck mit beweglichen Lettern aus Metall verdrängt.

1.1.Die Erfindung des Buchdrucks
J.Gutenberg unternahm seit etwa 1436 in Straßburg und ab 1440 in Mainz Versuche mit einzelnen, gleich gestalteten und daher beliebig zusammensetzbaren Typenstempeln (Bleilettern), die mithilfe von Stempeln, Matrizen und Gießinstrumenten angefertigt wurden. Aus den Lettern fügte er Druckformen zusammen und druckte mit ihnen(ab etwa 1445) mithilfe einer ebenfalls von ihm erfundenen Druckerpresse. Während die Blockbücher das Handgeschriebene verdrängen konnten, rief Gutenbergs Druckerpresse in kurzer Zeit eine Umwälzung in der Buchherstellung hervor; an die Stelle des einzelnen Exemplares der Handschrift trat die gedruckte Vielzahl der Auflage. Unter der gedruckten Auflage verstehen wir heute das Buch.

... über das Druckverfahren

Im 15.Jh. finden sich auch die Anfänge des Tiefendrucks in Form von Kupferstichen, wobei man auf eine Kupferplatte manuell mit dem Grabstichel das Druckbild eingravierte. Hinzu kam Ende des 18.Jh. der Steindruck, dessen Prinzip auf die Entdeckung von Alois Senefelder zurück geht und der praktisch die erste Form des Flachdrucks darstellt.Die Grundprinzipien des Siebdrucks wurden bereits im Altertum und in China angewendet; der Siebdruck kam Ende des 19.JH. in den USA und in Europa wieder auf und verbreitete sich besonders nach 1945.
Während bis zum 18.Jh. manuelle Praktiken zur Vervielfältigung von Schrift und Bild dienten, wurden mit zunehmender Technisierung mehr und mehr Arbeitsvorgänge des Gewerbes maschinell ausgeführt. Bahnbrechend war der Bau der Schnellpresse durch Friedrich Koenig, wobei er von dem vorherrschenden Prinzip des Abdrucks Fläche gegen Fläche (flach/flach) zu dem Druckprinzip des Abrollens eines Zylinders auf der ebenen Druckform (Prinzp:rund/flach)überging.

2.0. Die neuen Wege der Druckformherstellung durch die Fotographie
Seit der Entdeckung der Fotographie wurden mit der Reproduktionsfotographie in der Druckformherrstellung neue Wege beschritten. Durch die Erfindung von G.Meisenbach,dem 1882 die Zerlegung eines Halbtonbildes in feinste Bildelemente mittels Raster gelang, wurde der Grundstein zur Autotypie gelegt.

2.1.Das Zylinder gegen Zylinder Druckprinzip
Einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Druckverfahren brachte die Einführung des Druckprinzips "Zylinder gegen Zylinder" (rund/rund) durch die Rotationsdruckmaschine im Buchdruck 1863 in New York (1873 gab es die erste Maschine in Deutschland), im Tiefdruck um 1890 durch K.Klic, im Offsetdruck um 1905 in den USA, 1907 durch C.Herrmann in Leipzig. Die Wiedergabe farbiger Vorlagen durch die autotypische Mischung verschiedener Grundfarben im Mehrfarbendruck gelang erstmals 1893 E.Vogel und H.Kurtz im Dreifarbendruck. Der Fortschritt in der zweiten Hälfte des 20.Jh. beruht vor allem auf dem Einsatz elektronischer Mittel,z.B.zur Überwachung und Regelung der einzelnen Produktionsgrößen wie Passer, Anpressdruck, Bahnspannung, Geschwindigkeit, Feuchtigkeit und Farbgebung.

... zum Drucker

Der Drucker ist ein Peripheriegerät für Datenverarbeitungsanlagen, das mit hoher Geschwindigkeit Daten, Programme und andere Informationen in Form von Text, Tabellen, Grafiken vor allem auf Papier ausdruckt. Gesteuert wird der Drucker mit dem Computer, dem der hierfür benötigte Befehlsvorrat meist in Form von betriebsfertig programmierten Festwertspeichern zur Verfügung gestellt wird.

3.0.Der Tintenstrahldrucker
Ein Matrixdrucker, mit dem sich das Zeichenfeld wesentlich feiner rastern lässt als mit dem Nadeldrucker, ist der fast geräuschlos und gegebenfalls auch mehrfarbig arbeitende Tintenstrahldrucker bzw. Farbtintenstrahldrucker, bei dem die einzelnen Zeichen mosaikartig aus feinsten Farbstrahltröpfchen zusammengesetzt werden:
Ein aus einer Düse austretender Farbstrahl löst sich kurz hinter der Düse in einzelne Tröpfchen auf, die beim Durchfliegen einer ringförmigen Elektrode unterschiedlich aufgeladen werden; entsprechend ihrer Aufladung werden sie in einem anschließend durchflogenen elektonischen Feld in der zur Darstellung eines bestimmten Zeichens gewünschter Art und Weise abgelenkt. Andere Farbstrahldrucker arbeiten z.B. mit der Ablenkung der Tröpfchen in einem inhomogenem Magnetfeld.

3.1.Der Laserdrucker
Spezialpapier in Kontakt stehenden Mosaikpunkten in das Papier eingebrannt wird, wird vor allem der Laserdrucker angewendet, bei dem ein in seiner Richtung programmgesteuerter Laserstrahl die Zeichen auf eine elektrostatisch vorgeladene Photohalbleiterfolie schreibt; das entstehende Ladungsbild wird mithilfe von Tonerpartikeln von der mit Folie überzogenen Drucktrommel auf das Papier übertragen. Mit dem Laserdrucker lassen sich über 1,2Mio.Zeilen je Stunde ausdrucken. Sie können nicht nur beliebige Zeichen ausgeben, sondern auch grafsche Darstellungen zeichnen. Die Datenmenge, die ein derartiger Hochleistungsdrucker verarbeiten kann, beträgt etwa 12 Megabyte pro Sekunde, weshalb sie auch oft im Verbund mit Massenspeichern arbeiten.
Heute weit verbreitete Druckertypen sind Tintenstrahl- und Laserdrucker.

Lest doch mal den interessanten Artikel :
"Schwarze Kunst im Zeitalter der Audiovisuellen Medien"

Viel Spaß!

(Autor:Katrin Lutz)

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