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Navigation

Navigation ist die Wissenschaft zur Positionsbestimmung von Schiffen(Nautik), Flugzeugen und anderen Flugkörpern wie Raketen sowie Planung und Berechnung von Routen und Kursen.In der Navigation gibt es vier unterschiedliche Methoden.

1.Das Koppeln.

Mit ihm wird die Schiffspostion aus Kurs und Geschwindigkeit ermittelt. Sie heißt auch Loggeort,weil am Log,dem Seemeilenzähler,die zurückgelegte Strecke abgelesen und in die Seekarte eingetragen wird.

2.Die terrestrische Navigation.

Sie erfolgt durch geographische Orientierungspunkte,das sind natürliche oder künstliche Landmarken,darunter fallen Bergspitzen,Kaps,vergelagerte Inseln,Leuchtürme sowie feststehende oder verankerte Seezeichen.

3.Die Funknavigation,

Zu dieser Navigtion gehören auch Radar- und Satellitenverfahren (Global Positioning System) als Sonderform der terrestrischen Navigation .

4.Die astronomische Navigation,

bei der mit Hilfe beobachteter Himmelskörper die Schiffspostion berechnet wird.


1.Das Koppeln.

Da bei einer Flug- oder Schiffsreise Ausgangs-und Zielort bekannt sind,beruht das Koppeln darauf, die momentane Position aus Geschwindigkeit und Kartenkurs zu ermitteln.Fehlerquellen sind dabei bei Schiffen der so genannte Versatz durch Strom und Wind(Abdrift),bei Flugzeugen ist es lediglich durch Wind.koppeln ist zunächst ein mit Hilfe der Seekarte praktizierendes Verfahren: In ihr werden die gefahrenden Kurse und Geschwindigkeiten eingetragen.Besteht Abdrift durch Windeinfluß,so kann diese bei Schiffen grob ermittelt werden, indem die Mittellinie der Heckwelle(Kielwasser) mit der Kielmittellinie des Schiffes verglichen wird.Die Differenz ist dann der momentane Abdrift,die es zu berücksichtigen gilt. Kopplen eigent sich nicht für exakte Positionsbestimmung wie sie in Landnähe nötig ist.Für Langfahrten über offenes Wasser ohne Landsicht ist Koppelm trotzdem unumgänglich.

2.Terrestrische Navigation.

Um den genauen Ort eines Schiffes zu ermitteln stehen in der Navigation eine Vielzahl von Brechnungsmethoden zur Verfügung. Man unterscheidet hierbei zwischen dem "gegissten Ort",wie er mittels Koppeln gewonnen wird,und dem "wahren Ort". Mit Hilfe eines Sextanten können die Abstände eines Schiffes von an Land befindlichen Objekten bestimmt werden,wenn deren Höhe uber dem Meeresspiegel bekannt ist. Dieses Verfahren heißt Höhenwinkelmessung,bei dem der Unterschied zwischen Fußpunkt eines Objektes(bezogen auf die Wasserlienie) und seiner Spitzer mit dem Sextanten in Winkelminuten gemeßen wird. Nach einer einfachen Formel kann so der Schiffsabstand vom gepeilten Objekte errechnet werden.(13/7 mal bekannte Objekthöhe durch gemessene Winkelminute.)

3.Die Funknavigation.

Im Prinzip beruht die Funknavigation auf der gleichen Basis wie die terrestische Navigation mit dem Unterschied,daß die direkte visuelle Sicht durch Radiosender und-empfänger ersetzt wird. Mit einführung des GPS war diese Weise der Navigation bald überholt.

4.Astronomische Navigation.

Auf Schiffen wird mit dem Sextanten der Winkelabstand zwischen der Kimm und einem Gestirn gemessen,wobei der Zeitpunkt der Messung mit einem Chronometer auf die Sekunde genau festgehalten werden muss. Als Objekte stehen dabei die Sonne,der Mond,die Planeten Venus,Mars,Jupiter und Saturn sowie ausgewählte Fixsterne zur Verfügung,deren jeweilige Postion am Himmel in den alljährlichen erscheinenden"Nautischen Jahrbüchern " sekundengenau vorausgerechnet ist,wobei die angegebenen Zeiten sich immer auf den Nullmeridian bezeihen,der durch die Sternwarte Greenwich bei London läuft.

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