Der Löwenbrunnen

Autor : Eric Ebert (Jg 11)

Der Löwenbrunnen liegt relativ versteckt hinter dem Dorint Hotel bei der St.Apern-Straße. Auf den ersten Blick macht es einen unscheinbaren Eindruck und es scheint so als würde der Brunnen zur Dekoration des Restaurantes "La Vita" gehören, welches direkt neben dem Brunnen liegt. Schaut man genauer hin und nimmt die Hinweisschilder zur Kenntnis, so erkennt man, dass es mit seinen Tafeln an die 1163 ermordeten jüdischen Kinder des Jawne-Gymnasiums erinnern soll. Der Platzname soll an den letzten Leiter dieses Gymnasiums erinnern.
Dass das Denkmal heute überhaupt steht verdanken wir dem Ehepaar Dieter und Irene Corbach(Heute Synadolbeauftragte für das christlich-jüdische Gespräch). Sie kamen auf die Idee, auf dem am 28.11.1990 nach Erich Klibansky benannten Klibansky-Platz eine Stätte zu erichten, die an die deportierten jüdischen Kinder aus Köln, insbesondere aber der 1163 Kinder des Jawne-Gymnasiums, dessen letzter Leiter übrigens Klibansky war, erinnern sollte. Diese Idee finanzierten sie mit dem Geld von Freunden aus aller Welt, die sich mit dem Kölner Judentum verbunden fühlten. Nachdem man einige Probleme überwunden hatte, ( Die Skulptur musste neu modelliert werden, nachdem sie beim Transport schwer beschädigt worden war) konnten die Corbachs 1993 über 60 Freunde zur Einweihung einladen. Dort wurde die Skulptur feierlich von ihrem Schöpfer, Hermann Gurfinkel, enthüllt. Der zweite Teil des Denkmals, der Brunnen selber, trägt die Namen der Kinder, derer er gedenken soll, auf acht Tafeln. Die acht steinernen Vertiefungen boten sich ideal dafür an. Eine neunte Tafel auf der Brunnenbank trägt einen Text, der das Mahnmal als solches nochmal verstärkt, indem er an die Gesellschaft appelliert, einen Zustand wie den damaligen nie wieder zuzulassen.

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