Die Synagoge in der Roonstrasse

(Synagoge (griechisch) = Versammlung)

Link : Besuch der 10c des GBG in der Synagoge am 8.3.2001.

Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts war die Synagoge in der Glockengasse zu klein für die ständig wachsende jüdische Gemeinschaft. So beschloss man 1895 eine weitere und damit die siebte Synagoge Kölns zu bauen, - die Synagoge in der Roonstrasse. Noch im gleichen Jahr, nämlich am 1. Mai 1895 wurde der erste Spatenstich für den Aufbau der großen Synagoge getan. Am 23. Oktober desselben Jahres wurde eine feierliche Grundsteinlegung abgehalten. Nach ungefähr vier Jahren Bauzeit erfolgte die Einweihung am 23. März 1899. Am 9. November 1939 wurde die herrlich erbaute Synagoge in der Reichspogromnacht in Brand gesteckt. Nur die schweren Außenmauern sowie der Kuppelbau widerstanden der Gewalt. Dieses "Wrack" fanden die 1945 zurückkehrenden Juden unversehrt vor. Im Jahre 1945 wurde die Jüdische Gemeinde Köln "wiedergegründet". Erst Konrad Adenauer hat sich dafür eingesetzt die fast völlig zerstörte Synagoge wieder aufzubauen. Unter Leitung des Architekten Helmut Goldschmied konnte sie nach zwei Jahren Restaurierungszeit wieder eröffnet werden. Die Synagoge ist im romanischen Stil gebaut und wirkt durch die monumental angelegte Vorhalle malerisch und architektonisch vollendet. In einer weitern Halle, die Gedenkhalle, ist die obige Inschrift zu lesen.

Weiterhin ist zu lesen :
Zum Gedenken an die elftausend jüdischen Opfer
Männer, Frauen und Kinder der Gemeinde Köln.
Sie starben für ihren Glauben in dunkler Zeit.
1933 - 1945

All dies traf uns,
doch nicht dein vergaßen wir
und handelten nicht trüglich
an deinem Bunde.
Ps.44

Im Inneren macht das Gebäude einen eindrucksvollen und feierlichen Eindruck. Es gibt zwei Galerien, die für die Kinder und den Chor gedacht waren. Des weiteren gibt es 800 Sitzplätze für Männer und 600 Sitzplätze für Frauen. Sie dient auch heute noch als Bibliothek, Theaterraum, Jugendzentrum, Kindergarten und Restaurant als Zentrum des religiösen und kulturellen jüdischen Lebens in Köln. Die Synagoge hat sogar ihre eigene Zeitung, in der man aktuelles über die jüdische Bevölkerung findet. Sie hat auch eine eigene Homepage auf der man historisches über die jüdische Bevölkerung findet.

Geschichte des Kölner Judentums

Anno 70 n. Chr. scheinen die ersten Juden mit den Römern nach Köln gekommen zu sein. Vom Jahre 321 besitzen wir eine Urkunde von Kaiser Konstantin d. Gr. über die jüdische Gemeinde in Köln. Sowohl unter den Römern als auch unter den fränkischen Königen genossen sie die gleichen Rechte wie ihre christlichen Mitbürger. Im 11. Jahrhundert erste jüdische Hochschule Synagoge. Universitas judeorum Badhaus und Hospital. 1096 Zerstörung der Synagoge während der Kreuzzüge. Neu errichtet vor 1135 stand sie später unter dem Schutz Erzbischofs Engelberth. 1350 - 1372 erneute Verfolgung und Ausweisung. 1372 - 1424 wohnten wieder Juden in Köln. Dann endgültige Ausweisug und Zerstörung der Synagoge. 1425 - 1794 wohnten die Juden in Deutz . 1798 Rückkehr nach Köln. 1801 Gründung der Gemeinde in der Glockengasse. Dort 1861 Eröffnung einer grossen Synagoge. Seit 1899 Synagoge in der Roonstrasse. Zahlreiche Institute und Schulen wurden errichtet. 1938 Zerstörung der Synagogen. 1933 - 1945 wurden 11000 Juden vernichtet. 1945 Neugründung d. Gemeinde. 1949 Einweihung einer Synagoge in den Trümmern des jüdischen Asyls in der Ottostrasse. 1958 - 1959 Aufbau der Synagoge in der Roonstrasse und Weihe im Sept. 1959.

Die obige Tafel könnt ihr euch auch bilschirmfüllend und gut leserlich aufrufen ! Aber leider ist das Bild 112 Kbyte groß !

Zum Schluß noch ein sehr guter Internetlink zur Geschichte der Juden :
http://www.hagalil.com/brd/history/hst-0.htm

Recherche : Marco K., Adina S., Martin B.