Hans Abraham Ochs

Das geplante Denkmal : Hans Abraham Ochs

geplantes Mahnmal zur Erinnerung an H. A. Ochs Hier die Skizze zu einem geplanten Mahnmal zur Erinnererung an Hans Abraham Ochs.

Auf dem neben dem Kölner Westfriedhof liegenden, jüdischen Friedhof kann man ein Grab mit der Inschrift
"Hans Abraham Ochs
Geboren 10.06.1928. Gestorben 30.10.1936.

finden. Nachträglich wurde der Satz:
"Umgekommen durch eine irregeleitete Jugend."
in den Stein gemeißelt.

Doch wer war dieser Hans Abraham Ochs und warum mußte er so früh sterben?
Neun Jahre lang recherchierte die Journalistin Kirsten Serup-Bilfeldt um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Nach langer Suche bei Beerdigunsinstituten, in Archiven und im "NS-Dokumentationszentrum" der Stadt Köln findet sie im Gemeindeblatt der Kölner Synagogengemeinde die Todesanzeige des Jungen. Als Ursache für den Tod ist hier "eine schwere Krankheit" angegeben. Ein Besuch das Hauses in dem Hans Ochs lebte erbrachte keine Informationen. Jedoch fand Kirsten Serup-Bilfeldt beim Verwalter des jüdischen Friedhofs die Rechnung für die Beerdigung der Mutter des Jungens von 1981 und die Anschrift des letzten Wohnsitzes der Frau. Hier erinnerte sich eine Nachbarin an Luise Ochs und Kirsten Serup-Bilfeldt erfuhr, wie der Hans Abraham Ochs zu tode kam.
Luise Ochs ging am 30.09.1936 mit dem achtjährigen Hans Abraham und seinem kleinen Bruder, der im Kinderwagen saß, im Römerpark in der Kölner Südstadt spazieren. Plötzlich kamen einiege HJ-Jungen und pöbelten Hans Abraham mit Worten wie "Judensau" an und prügelten ihn anschließend zu Tode.
Mehr Informationen zu dem Jungen fand Kirsten Serup-Bilfeldt nich. Fest steh jedoch, das die Täter nie zur Rechenschaft gezogen wurden.

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 02.09.1998



Hier einige Links zum Thema Hitler Jugend:
www.hdg.de
www.eglofs.rv.schule-bw.de